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Löwen setzen sich für Rettungshunde ein

Lions Club München-Opera spendet den Helfern mit der feuchten Nase einen Rettungshunde-Anhänger

„Opa ist weg!“ Wie lange ist es her, dass Sie Rundfunk oder Tageszeitung eine Vermisstenanzeige entnehmen mussten? Und wer hält nicht den Atem an, wenn es sich um ein Kind handelt? Manchmal löst sich die Ungewissheit der Angehörigen schon bald in Luft auf, wenn die vermisste Person etwa „mal eben nur Zigaretten holen“ gehen war. Aber viel zu oft ist eine intensive Suche nötig.

Ein wichtiges Glied in der Rettungskette bei der Suche nach Vermissten sind Rettungshunde. Dank ihrer guten Nase, ihr Riechvermögen ist etwa 1 Million Mal besser als das der Menschen, sind sie in der Lage, große Flächen nach vermissten Personen, die sich etwa verlaufen haben, abzusuchen. Im Trümmereinsatz können sie Verschüttete noch unter Meter hohem Material orten und anzeigen.

Die Johanniter unterhalten in München eine Rettungshundestaffel, dessen Einsatzgebiete die Stadt und der Landkreis München sind. An 365 Tagen im Jahr können die ehrenamtlichen Einsatzteams rund um die Uhr über die Polizeidienstellen oder die Leitstellen alarmiert werden. Der Einsatz der Rettungshunde ist sowohl für die alarmierende Stelle als auch die vermisste Person kostenlos. Zur Finanzierung großer Teile der Ausrüstung und Arbeitsmittel sind die Helfer deshalb auf Spenden angewiesen.

Für die Rettungshunde sitzt das Geld der Kunden locker.

Die Mitglieder des Lions Clubs München-Opera waren sich nach einer Anfrage der Rettungshundestaffel schnell einig, dass sie hier helfen wollten. Es sollte für eine koordinierte Anfahrt des Rettungsteams zum Einsatzort und für einen artgerechten Hundetransport ein Rettungshunde-Anhänger angeschafft werden. Der Finanzierung dieses Anhängers wurde kurzerhand einer der beiden Flohmärkte des Jahres 2010 gewidmet, die der Lions Club München-Opera jährlich in München am Rotkreuzplatz erfolgreich veranstaltet.

Rettungshund „Kiwi“ weckt Aufmerksamkeit.

Die Lions wollten jedoch nicht einfach alleine die Spenden erarbeiten, denn sie beschlossen, die Rettungshundestaffel mit ins Boot zu holen. So waren die Mitglieder der Staffel beim Flohmarkt im Mai 2010 mit einem eigenen Verkaufsstand, und, was noch viel „verkaufsfördernder“ war, mit ihren Rettungshunden und einem Informationsstand vertreten. Die Hunde waren ein klarer Anziehungspunkt für die Kunden und sorgten damit für sehr gute Umsätze an den Flohmarkt-Ständen. Der Zweck ihres Einkaufs war für die Kunden damit buchstäblich zum Anfassen. Das auf Flohmärkten oft übliche Handeln konnte mit einem Fingerzeig auf die Rettungshunde und den Hinweis, dass die Lions sich ehrenamtlich für sie einsetzen, meist unterbunden werden. Es wurden sogar freiwillige Preisaufschläge bezahlt, was „Hund und Herr“ sichtlich freute.

LF Christoph Geuther (2. v.r.) übergibt den Rettungshunde-Anhänger

Mit dem Ergebnis des Flohmarkts in Höhe von 4.000 € ging die Johanniter Rettungshundestaffel München dann überaus verantwortungsvoll um. Statt den nächst besten und damit teuren Anhänger zu erwerben investierte man lieber ein paar Monate der Suche und konnte schließlich ein gebrauchtes und damit günstigeres Modell erwerben. So war noch Geld übrig für die Instandsetzung, neue Bereifung und Beklebung des Anhängers. Zudem konnten mit dem Erlös noch Ausrüstungsgegenstände, so zum Beispiel eine Rettungstrage, beschafft werden.

Die Übergabe des Rettungshunde-Anhängers fand schließlich im Rahmen einer Informationsveranstaltung der Rettungshundestaffel in der Münchner Fußgängerzone im November 2010 statt. Sie war verbunden mit der Hoffnung, der Anhänger käme zwar möglichst oft, jedoch ausschließlich zu Trainingszwecken zum Einsatz.

LF Christoph Geuther probiert die Rettungstrage

Mit der Übergabe schloss sich der Kreis einer Activity, auf die sowohl die Mitglieder des Lions Clubs als auch der Rettungshundestaffel mit großer Freude zurückblicken. Die harmonische Zusammenarbeit, die Nachvollziehbarkeit des Spendenzwecks, der lokale Bezug zum Raum München sowie letztlich der Erfolg des Projekts fordern eine Wiederholung.